Weiß ich auch nicht. Aber der @kulturvampir hat es geschafft.
Der “Endgegner” waren 100 zeitgleiche Mayorships. Und dann? Kam nichts. Garnichts. Es gibt keine extra Badges dafür. Plötzlich ist das Spiel vorbei.
Vielleicht haben die Macher nicht damit gerechnet, dass jemand jemals soviele Titel sammelt? Was auch immer. Auf jeden Fall hat er jetzt einen Location Based Service soweit hochgeprügelt, dass dieser am Ende ist.
Der Source Code ist alle. Leer. If - Then - Else? Nothing!
#Gamification in dieser Form ist nichts anderes als eine Art klassischen Rollenspiels: Sammeln, Züchten, Tauschen und sich mit anderen Spielern dabei in einen Wettbewerb begeben. Die Basis eines jeden erfolgreichen Spiels.
Früher hat Nintendo damit Mrd. umgesetzt und selbst in Krisenzeiten Mitte der 90er damit sehr gut verdient. Mit einer Idee, einem Konzept, das x-fach reproduziert und lizensiert wurde: Pokemon. Heute ist Zynga der Herrscher über täglich(!) mehr als 55Mio Facebook- User, die Viecher züchten und Pokerchips verdienen wollen. Aufleveln!
Bleiben die Belohnungen für das Aufleveln aber aus, geht die Motivation schnell runter. “No kicks, no effort.”
Die besten Spiele sind dabei die, die es schaffen einen Spannungsbogen zu kreiern, so dass ein ausgewogenes Verhältnis Aufgaben/Fertigkeiten/Fähigkeiten besteht und das Aufleveln einen lineraren Verlauf nimmt, der bis zum Spielende niemals langweilig wird.
Das beste Beispiel dafür ist Nintendos Zelda-Reihe, der Branchenprimus, die Königsklasse im Single- Player Sammeln/Züchten/Tauschen- Kosmos. Die Story ist trivial, der Endgegner seit 25 Jahren der gleiche. Ganon. Wird einfach immer wiedergeboren, der Haudegen. Der Held, Link, dito. Was lockt also?
Der dramaturgische Aufbau des Auflevelns: man kann ganz gezielt an bestimmten Spots des Spiels Meilensteine erkennen, sehen, hinüberschauen, erahnen. Man kann sie aber noch nicht erreichen, da einem die passende Fähigkeit oder das Gadget fehlt. Das muss man sich erst noch erarbeiten…
So funktioniert perfekte Zielbindung des Spielers an die nächste Aufgabenstellung in einer Spielumgebung.
Aus dieser Anekdote und dem Verweis auf das “Inner Life of Games”, drängt sich für mich die Frage auf: Wo will Foursquare eigentlich hin, bzw. wo kann es hinkommen?
Der Social Gaming Part wird bei anderen Diensten weit besser bedient, die Werbetipps sind müder Spam, auf den ich noch nie geachtet habe und der Kick versandet schnell.
Dass Google und Facebook es schaffen werden mit Check Ins irgendwie Geld zu verdienen, als Baustein eines Ökosystems, das glaube ich gern. Aber Solo- Kämpfer wie Foursquare?
Sehe ich nicht. Ich habe auch noch nie jemanden gesehen, der an einer Starbucks- Kasse sein Iphone zückte und einen digitalen Gutschein vorzeigt, um einen Gratis-Kaffee zu bekommen. Und wenn ich es sehen würde, ich würde vermutlich schmunzeln: In einer Coffee-Bude einen 500€- Smartphone- Boliden vorzuzeigen, um sich einen Gratis- Latte zu schnorren?
“Wäre mir komisch”.




