Nerddeutschland

Der Blick durch die Hornbrille!

Hektisch, Technisch, Elektrisch: Meinungen & Befindlichkeiten eines Newsjunkies. Medien, Politik, Mobiles Leben, E-Commerce.

Klasse Lektüre für Wirtschaftsmuffel:

“Wie wir reich wurden”

Schöne Reihe, schlummert jeden So in “Geld&Mehr” in der FAS, und die gesammelten Texte gibt es unter www.faz.net/reich .

In der Reihe werden 
bestimmte Schlüssel-Erfindungen,- Methoden und -Ereignisse entlang 
der Wirtschaftsgeschichte von Gastautoren geliefert. Anschaulich&spannend. Lesenswerter Stoff.

Der wirtschaftshistorische Ansatz ist didaktisch dabei auf jeden Fall ein Volltreffer: Wer das “Was” und das “Warum” in groben Zügen kennt, der tut sich mit dem “Wie” in der Theorie imo leichter.

Zeit meines Lernlebens im Bereich Wirtschaft, habe ich immer mit der Didaktik (die Trennung  zwischen Didaktik&Methodik ist mir imo zu “päpstlich”,das “Was” und das “Wie”gehören zusammen.) der Lehrenden gehadert.

Man kommt in  Einführungsveranstaltungen, und ZACK, kriegt man Taylor- Reihen, Skaleneffekte und die “Grenzrate der technischen Substitution” vor die Nase geknallt. Und, an anderer Stelle, gaaaanz wichtig (und nicht erst seit der Finanzkrise ein “Irrläufer”) die Ceteris- Paribus- Klausel, die gefühlte Grundlage für die “Modell- Bauerei” der 
Ökonomen: “Wenn sich das und das verändert, dann “shifted” die Kurve zu dem, da und dahin, weil alles andere bleibt gleich.”
So der Elfenbeinturm- Funk in Semester eins.

Insgesamt eine ziemlich dumpfe “If-Then-Else”- Denke.
“Faszination Wirtschaft”? Zero. Und die Eigenmotivation dümpelt da mal schnell an der Grasnarbe entlang. Die Konsequenz: Schlucken, Klappe halten, Auswendiglernen, Reproduzieren,  Bestehen, Nächstes Thema…

Wenn die Reihe durch ist, könnte man die gesammelten Texte mal in Buchform bringen, oder als Ipad- App (den Titel müsste man dan ändern, da der etwas irreführend wirken könnte).

Könnte man in der kaufmännischen Lehre besonders an Schulen und Berufschulen auf jeden Fall gut gebrauchen: bevor es mit der trockenen Rechnerei in Rechnungswesen losgeht, wird erstmal der Artikel zur “Erfindung der doppelten Buchführung” durchgenommen:

“Boh, so alt ist das schon?”
“Wie haben die Mönche das denn damals ohne Taschenrechner gemacht?”

Zumindest 2Stunden kriegte man dabei als guter Lehrender das Thema als “Event” verkauft. Das dröge T-Konten-Auflösen nach IHK-Format wird dadurch nicht besser, aber man könnte es im Vorfeld auflockern und auch Nörglern den Zahn ziehen:” Stellen Sie sich vor, Sie hocken als Mönch in ihrem Keller- Gewölbe,..”

“Lernen muss geil werden!” postuliert Vera Birkenbihl, und hat damit recht.

Texte wie diese wären die idealen Einstiege, Icebreaker, mit denen man sogar kaufmännisches Rechnen “geil” bekommt. Naja, so “geil” wie es eben geht…

Klasse Lektüre für Wirtschaftsmuffel:

“Wie wir reich wurden”

Schöne Reihe, schlummert jeden So in “Geld&Mehr” in der FAS, und die gesammelten Texte gibt es unter www.faz.net/reich .

In der Reihe werden bestimmte Schlüssel-Erfindungen,- Methoden und -Ereignisse entlang der Wirtschaftsgeschichte von Gastautoren geliefert. Anschaulich&spannend. Lesenswerter Stoff.

Der wirtschaftshistorische Ansatz ist didaktisch dabei auf jeden Fall ein Volltreffer: Wer das “Was” und das “Warum” in groben Zügen kennt, der tut sich mit dem “Wie” in der Theorie imo leichter.

Zeit meines Lernlebens im Bereich Wirtschaft, habe ich immer mit der Didaktik (die Trennung zwischen Didaktik&Methodik ist mir imo zu “päpstlich”,das “Was” und das “Wie”gehören zusammen.) der Lehrenden gehadert.

Man kommt in Einführungsveranstaltungen, und ZACK, kriegt man Taylor- Reihen, Skaleneffekte und die “Grenzrate der technischen Substitution” vor die Nase geknallt. Und, an anderer Stelle, gaaaanz wichtig (und nicht erst seit der Finanzkrise ein “Irrläufer”) die Ceteris- Paribus- Klausel, die gefühlte Grundlage für die “Modell- Bauerei” der Ökonomen: “Wenn sich das und das verändert, dann “shifted” die Kurve zu dem, da und dahin, weil alles andere bleibt gleich.” So der Elfenbeinturm- Funk in Semester eins.

Insgesamt eine ziemlich dumpfe “If-Then-Else”- Denke. “Faszination Wirtschaft”? Zero. Und die Eigenmotivation dümpelt da mal schnell an der Grasnarbe entlang. Die Konsequenz: Schlucken, Klappe halten, Auswendiglernen, Reproduzieren, Bestehen, Nächstes Thema…

Wenn die Reihe durch ist, könnte man die gesammelten Texte mal in Buchform bringen, oder als Ipad- App (den Titel müsste man dan ändern, da der etwas irreführend wirken könnte).

Könnte man in der kaufmännischen Lehre besonders an Schulen und Berufschulen auf jeden Fall gut gebrauchen: bevor es mit der trockenen Rechnerei in Rechnungswesen losgeht, wird erstmal der Artikel zur “Erfindung der doppelten Buchführung” durchgenommen:

“Boh, so alt ist das schon?” “Wie haben die Mönche das denn damals ohne Taschenrechner gemacht?”

Zumindest 2Stunden kriegte man dabei als guter Lehrender das Thema als “Event” verkauft. Das dröge T-Konten-Auflösen nach IHK-Format wird dadurch nicht besser, aber man könnte es im Vorfeld auflockern und auch Nörglern den Zahn ziehen:” Stellen Sie sich vor, Sie hocken als Mönch in ihrem Keller- Gewölbe,..”

“Lernen muss geil werden!” postuliert Vera Birkenbihl, und hat damit recht.

Texte wie diese wären die idealen Einstiege, Icebreaker, mit denen man sogar kaufmännisches Rechnen “geil” bekommt. Naja, so “geil” wie es eben geht…

Vor 1 Jahr

  1. von nerddeutschland gepostet